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Sonntag, 26. Juni 2016

Alte Liebesbriefe

Vorhin habe ich mir die Kiste mit unseren alten Liebesbriefen angesehen.
Ich weiß nicht warum aber irgendwie habe ich uns vermisst. Uns, wie wir früher noch waren. Total frisch verliebt und albern und ständig den anderen im Kopf. Das haben mir jedenfalls deine seitenlangen Liebesbriefe gezeigt, bei denen ich so lächeln und fast weinen musste.
Was passiert ist (wir wissen wovon ich rede) hat für mich immer noch irgendwas verändert. Irgendwas fühlt sich immer noch anders an. Als wäre ich dadurch erwachsener geworden, ein bisschen unabhängiger, ein bisschen weniger von diesen Verliebtheitsgefühlen, auch wenn ich dich wahrhaftig noch liebe. Ich liebe dich trotzdem unglaublich sehr. Ich frage mich ob es für dich auch so ist. Oder ob du mich vielleicht weniger liebst als vorher. 

Wir sollten wirklich wieder anfangen, uns Liebesbriefe zu schreiben. 



Samstag, 11. Juni 2016

Chasing Cars

We'll do it all
Everything
On our own

We don't need
Anything
Or anyone

If I lay here
If I just lay here
Would you lie with me and just forget the world?

I don't quite know
How to say
How I feel

Those three words
Are said too much
They're not enough

If I lay here
If I just lay here
Would you lie with me and just forget the world

Forget what we're told
Before we get too old
Show me a garden that's bursting into life

Let's waste time
Chasing cars
Around our heads

I need your grace
To remind me,
To find my own

If I lay here
If I just lay here
Would you lie with me and just forget the world?

Forget what we're told before we get too old
Show me a garden that's bursting into life
All that I am, all that I ever was
Is here in your perfect eyes, they're all I can see

I don't know where
Confused about how as well
Just know that these things will never change for us at all

If I lay here
If I just lay here
Would you lie with me and just forget the world?

-Snow Patrol, Casing Cars

Mittwoch, 11. Mai 2016

Dein süßer Text

Ich schreibe diesen Text hier bewusst auf den Blog und schicke ihn dir nicht, damit du ihn dir immer wieder durchlesen kannst. Und ich schreibe ihn bevor ich meinen EW-Vortag gemacht habe, und bevor ich das neue Kapitel von Namakizakari gelesen habe. Was hoffentlich zeigt, das mir das gerade am wichtigsten ist.
Und du hast Recht, auf meinem Blog steht fast nur negatives. Aber das liegt daran, dass ich das gepostet habe, als du nicht da warst. Du weißt, wenn du nicht da bist denke ich oft nach und du weißt auch was passiert wenn ich zu sehr nachdenke. Wenn ich nicht nachdenke dann spüre ich ja auch: ich liebe dich. Du hast mal gesagt, dass es manchmal nicht ausreicht, sich zu lieben. Doch da muss ich dir widersprechen. Es reicht, sich zu lieben. Denn man man sich wirklich liebt, sollte man nicht aufgeben, nie. Natürlich denkst du manchmal, dass es besser wäre aufzugeben weil es vielleicht besser für mich wäre. Aber wenn ich dich liebe, dann lasse ich das nicht zu. Also reicht Liebe doch aus.
Und wenn ich der Meinung wäre, dass es besser für mich wäre dann läge es nicht daran das die Liebe nicht ausreichen würde, sondern das die Liebe nicht stark genug wäre.
Und ja, ich habe mich gefragt ob es nicht besser wäre. Aber nie bin ich zu dem Entschluss gekommen uns aufzugeben und dafür bin ich mir selber dankbar. Meine Liebe zu dir hat nämlich dafür gereicht, uns nicht aufzugeben, egal wie schlecht es mir manchmal ging.
Ich weiß das du nicht daran zweifelst, dass ich dich liebe. Du zweifelst daran, ob ich glücklich mit dir bin und ob es irgendwann, oder ob ich irgendwann, wieder so sein kann wie früher. Und darauf kann ich dir leider keine Antwort geben, aber ich kann dir sagen, dass ich wirklich hoffe das es wieder wird wie früher. Und ich kann dir sagen, dass es mich wirklich glücklich macht, mit dir zusammen zu sein. Auch wenn ich unsicher bin und nachdenken muss, selbst dann bin ich froh, dich zu haben. 
Es macht mich unglaublich glücklich, wenn du sagst, dass so etwas nie wieder vorkommen wird. Das du dich für immer um mich kümmerst, für immer bei mir sein wirst. Hast du es gemerkt, Bou? Heute habe ich dir geglaubt. Ich habe dir wieder vertraut. Das ist doch ein wunderbares Zeichen dafür, dass alles wieder wie früher werden kann. 
Du darfst nur nicht jedes Mal denken, es wäre deine Schuld, wenn du schlecht gelaunt bist. 
Du darfst dich nicht jedes Mal selber dafür hassen, was du getan hast.
Ich glaube dir, dass das nicht leicht ist. Aber du musst daran denken, dass ich dich auch nicht hasse. Das ich dich liebe, mein Bou.
Es ist gerade 21:21 und ich denke an dich. Wie die ganze Zeit schon. 
Ich liebe dich unglaublich sehr, das darfst du nie vergessen.
Du bist immernoch das Beste, was mir je passiert ist.
Ich will dich nie wieder verlieren.
Und ich will mein ganzes Leben mit dir verbringen.

Liebe Grüße,
Honey

Samstag, 7. Mai 2016

Ich weiß gerade nicht, was los ist.
Mein Hals brennt, mein Kopf tut so weh.
Alles fühlt sich irgendwie so falsch an.
Ich kann gerade nicht so sein als wäre alles in Ordnung, weil es einfach noch nicht in Ordnung ist. 
Manchmal, wie jetzt, da denke ich einfach, ich schaffe das nicht.
Ich schaffe das nicht, Bou, weil ich es Tag für Tag verdränge und wenn es zurück kommt zu mir tut das alles irgendwie so unglaublich weh.

Freitag, 22. April 2016

Freitag, 15. April 2016

Angst

Heute war wirklich nicht der beste Tag.
Und ich kann einfach nicht aufhören, über ihn nachzudenken. Versuche schon die ganze Zeit mich selbst zu analysieren und herauszufinden, was genau mit mir los ist.

Die Tatsache, dass er ein Mädchen umarmt, welches er lange nicht mehr gesehen hat, stört mich ja garnicht so sehr. Aber ich komme einfach nicht darüber hinweg wie er ihr geschrieben hat, dass er sie unbedingt zerquetschen will wenn er sie wiedersieht und immernoch der "Teddy" ist.
Ich bin nicht überzeugt davon, dass er mir gesagt hätte, wenn er ein bisschen mehr als eine Umarmung gewollt hätte. Naja, er hat selber gesagt das er es mir dann nicht gesagt hätte. Und das war schon etwas komisch, auch wenn er nachher gesagt hat das er es falsch verstanden hätte, nicht nachgedacht hätte.
Und dann ruft auch noch meine Mutter an und mein Onkel verfällt leicht in Panik, weil es ihr nicht gut geht. Und als wir im Auto saßen, auf dem Weg ins Krankenhaus und er aufs Gas drückte, da bemerkte ich, dass ich mich wohl genauso gefühlt haben muss, als ich ein Kind war.
Das ich mich nur bruchstückhaft an den Tag erinnern kann, als mein Vater anstatt meiner Mutter mich von der Schule abholte. Aber das ich mich wohl so gefühlt haben muss wie im Auto heute nachmittag, so verwirrt, aufgewühlt, ängstlich. 
Nun gut, eine Operation am Rücken ist weit nicht so schlimm wie der Krebs damals.
Aber es hat mich so daran erinnert, erinnert wie hilflos ich war, bin, und wie nutzlos ich war. Bin.
Natürlich stellt man sich die Frage, ob man nicht irgendetwas hätte tun können. Und vielleicht sogar grundlose und verrückte Schuldgefühle sagen dir plötzlich, du hättest mehr auf deine Mutter achten sollen.
Oh mein Gott, ich habe in letzter Zeit so Angst, irgendetwas zu verlieren.
Nein, irgendjemanden.
Meinen Papa habe ich in gewisser Weise verloren, auch wenn das nach unsinnigen Gedanken klingt.
Ich weiß, dass er uns ja irgendwo trotz neuer Familie noch liebt, das ist mir klar, aber es fühlt sich immernoch wie ein Verlust an.
Ich habe Angst, Bou zu verlieren. Früher hätte ich davor keine Angst gehabt. Das "Für immer und ewig" und "Füreinander da sein und treu sein" das fühlt sich plötzlich so unsicher an. Aber ich habe erlebt wie es ist, ihn zu verlieren. Und ich hätte mir nie vorstellen können, wie weh das tut.
Und wenn man wie ich heute im Krankenhaus ist und die Mutter ganz leise spricht und so kraftlos aussieht, wenn du sie plötzlich im Rollstuhl anstatt auf den Beinen siehst, wie ihr Blut in so einen seltsamen Beutel tropft, wie sie nur ein paar wenige Bissen von einer Scheibe Brot gegessen hat, dann fühlt man sich einfach so. Ich glaube, das würde jeder tun.
Heute musste ich an meine Uroma denken.
Die immer über meiner Oma gewohnt hat, ihre kleine, vollgestellte Wohnung und die Spritzen, die sie sich jeden Tag spritzen musste. Die Bilder neben ihrem Fernseher, ihre Begeisterung für die französische Sprache und an ihre Beerdigung, an der dieses eine Lied lief, das ich wohl das erste und letzte Mal in meinem Leben gehört habe.
An meinen Opa, der uns manchmal besucht hat und ich erinnere mich an diese braune Mütze, die er oft getragen hat. Daran, dass er immer nach alten Geldmünzen gerochen hat und wie ich mit meinen Schwestern auf seinem großen Grundstück herumgelaufen bin. Ich meine mich zu erinnern, dass er beim Lächeln oft ein bisschen gelacht hat und wie dunkel seine Stimme dabei geklungen hat.
Ich denke sogar an meinen ersten Hund, den ich bis heute nicht vergessen kann. Und wegen dem ich glaube ich das einzige Mal in meinem Leben Nasenbluten hatte. Und wie meine neugeborene Schwester solche Angst vor ihm hatte, dass wir ihn zu meinem Opa geben mussten.
Und ich erinnere mich an meine Oma. Und die erste Erinnernung die mir zu ihr einfällt, ist die, wie wir immer Plätzchen mit ihr in ihrer kleinen Küche gebacken haben, auch wenn das schon Ewigkeiten her ist und sie mit der Zeit zu alt dafür geworden ist. Ich erinnere mich, dass sie mir jedes Mal etwas kleiner vorkam, als wir sie besuchten. Das ich immer größer wurde, während sie kleiner wurde. Wie wir dann immer auf ihrer Coach im Wohnzimmer saßen und gegenüber eine lange Kommode stand, vielleicht auch ein Schrank. Und auf diesem standen viele Bilderrahmen, auch welche von uns. An einer Wand neben dem Tisch hingen Postkarten die sie uns oft glücklich gezeigt hat.
Und als hätte ich es nicht gewusst und noch nie darüber nachgedacht, vielleicht habe ich das ja auch nicht, fällt mir ein, dass alle alleine waren.
Das jeder von ihnen alleine gewohnt hat. Das ist irgendwie wirklich traurig.
Ich werde müde. Und ich freue mich darauf, zu schlafen. Nicht nachzudenken. Zu träumen.
Das liebe ich.