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Montag, 13. April 2015

Bou&Honey 10

Ich sitze in Bous Zimmer und bin dabei den Fernseher anzumachen, weil wir Polarexress schauen wollen. Mein Blick gleitet zum Fenster und bevor ich richtig verstand was ich da sah laufe ich schon aus seinem Zimmer und genau in diesem Moment kommt er aus der Küche und wir stoßen im Flur aufeinander. Er hält einen Löffel in der Hand, auf dem Reis und Gemüse ist, das Essen das wir kurz vorher gekocht haben. Er hält ihn mir zum probieren hin, doch ich lege ihm meine Arme um den Nacken und küsse ihn. Dreimal, bei jeder Pause öffne ich die Augen und sehe ihn an. Er schließt die Augen nicht, er weiß, dass irgendwas passiert ist und fragt nicht nach als ich ihn in sein Zimmer vor das Fenster ziehe. Ein paar Sekunden stehen wir davor und schweigen. 
Es schneit - der Erste Schnee den wir zusammen erleben. Die Straßenlaternen leuchten orange, der Himmel ist dunkel und die vielen Schneeflocken scheinen zu leuchten. Der Anblick ist so schön, dass ich keine Worte finde. Ich sehe ihn an, er steckt mir den Löffel in den Mund, den er bis dahin gehalten hat, dann nimmt er mich an der Hand und läuft mit mir aus dem Zimmer. "Oma, es schneit!", ruft er in ihr Zimmer, zieht mich die Treppe runter. "Mama, es schneit!" "Ich weiß. Hast du das Öl mitgebracht?"
Er zieht sich die Schuhe an. "Tut mir leid, aber du musst verstehen, das ist unser erster Schnee und wir müssen raus."
Ich ziehe mir die Schuhe ebenfalls an und wir gehen raus. 
Die frische Luft kommt uns entgegen, und ich merke, dass Bou nur ein T-Shirt trägt. "Ist dir nicht kalt?", frage ich meinen niedlichen, aufgeregten Freund. Er ist ein paar Schritte vorgelaufen. "Es schneit!", sagt er begeistert. Nicht oft habe ich ihn so Strahlen gesehen, was mich selbst zum breiten Lächeln bringt. Wir küssen uns, umarmen uns, lachen und schauen nach oben, wo der Schnee auf uns herunterfällt. "Ich liebe dich so sehr", sagt er glücklich. "Ich dich auch", lache ich weil ich so froh bin. 
Ein bisschen stehen wir noch da, bis er zur Wiese rennt, Schnee nimmt und ihn mir ins Gesicht wirft. Ich sehe ihn erschrocken an und er lacht. Er läuft zur Tür und bemerkt, dass diese zugefallen ist, als ich schon Schnee in den Händen halte. Ich reibe ihn ihm liebevoll ins Gesicht bevor die Tür aufgeht, wir reingehen, auf dem Bett liegen und er sich weiter freut und freut, dass es schneit, mich küsst und so strahlt und leuchtet und so glücklich ist.

Untitled

Dein Strahlen, deine Begeisterung, das Leuchten in deinen Augen wenn du dich über etwas freust ist unglaublich. Dein Lächeln ist das schönste auf der ganzen Welt für mich.
Ich liebe dich, Bou.

Liebe Grüße,
Honey

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